News vom 10.09.2009
15 Bulgaren bei Schiffsunglück ertrunken
Am vergangenen Wochenende sind bei einem Schiffsunglück in Mazedonien 15 bulgarische Urlauber tödlich verunglückt. Das Ausflugsschiff sank nach Angaben der mazedonischen Regierung aus noch ungeklärter Ursache auf dem Ohridsee.
In Bulgarien bestätigten die Behörden, dass es sich bei allen Toten um bulgarische Landsleute handelt, unter ihnen ganze Familien. Mehr als 55 Bulgarische Touristen seien an Bord gewesen. Viele von ihnen wurden sehr schwer verletzt, konnten aber gerettet werden. Unter den Geretteten befand sich auch der 23-jährige Kapitän des Schiffes, den man zunächst für tot gehalten hatte. Die Polizei in Ohrid gab an, dass er nach seiner Behandlung im Krankenhaus zunächst in Polizeigewahrsam genommen wurde.
Vergangenen Samstag war das Schiff rund 200 Meter vom Ufer entfernt untergegangen. Ein Augenzeuge berichtete gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass es nur 30 Sekunden gedauert habe. Das Schiff wurde im Jahre 194 in Deutschland erbaut und war Aussagen Janakievski zufolge in einem „guten technischen Zustand“.
„Viele Opfer klammerten sich an Holzstücke und Bojen“, so einige Augenzeugen, die das Unglück vom benachbarten Campingplatz aus sehen konnten. Sie gehörten auch zu den ersten Helfern, die mit Schlaubooten versuchten zu retten.
Geplante Feierlichkeiten zum Tag der Einheit wurden in Bugarien alle abgesagt. Stattdessen hielt man in der Kathedrale in Plowdiw eine Trauermesse ab. An ihr nahm auch Bulgariens Präsident Georgi Parwanow teil.



